Lektion 3 Soziale und individuelle Risikofaktoren

Infodemie ist ein Zuviel an Informationen, einschließlich falscher oder irreführender Informationen in digitalen und physischen Umgebungen während eines Krankheitsausbruchs.

Folge:

  • Verwirrung
  • Risikofreudige Verhaltensweisen

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Abweichung der politischen Einstellungen von der Mitte hin zu ideologischen Extremen (links/rechts). Die meisten Diskussionen zu Polarisierung in der Politikwissenschaft betrachten diese im Zusammenhang von politischen Parteien und demokratischen Regierungssystemen.

Privilegierte Gemeinschaften mit leichtem Zugang zu sachkundigen Vertretern sind eher vor Fehlinformationen geschützt. Wenn die Homophilie zunimmt und Gemeinschaften sich immer mehr abkapseln, dann haben gefährdete Gruppierungen mit wenigen oder gar keinen sachkundigen Vertretern kaum Zugang zu den wohlhabenderen Gruppen und deren Ressourcen.

Ausbrüche von Masern in Osteuropa und Teilen der USA wurden mit russischer Einmischung und Propaganda in Verbindung gebracht. Deren Ziel war es, die Menschen davon zu überzeugen, dass Impfstoffe schädlich seien, um sie dazu zu bringen, sich während der Pandemie gegen Impfungen zu entscheiden.

Wie hier gezeigt wird, verhalten sich die Überzeugungen von privilegierten und marginalisierten Gemeinschaften unterschiedlich. Mit zunehmender Homophilie (d.h. mit zunehmender Ähnlichkeit) nähern sich die Überzeugungen der privilegierten Gemeinschaft der Realität an, während die Überzeugungen der marginalisierten Gemeinschaft unter die durch die gestrichelte Linie  der benötigten Überzeugungsschwelle fallen, was dazu führt, dass die Agenten in dieser Gemeinschaft die falsche Handlung ausführen.

Diese Theorie besagt, dass die Medien die Macht haben, äußerst einflussreiche Botschaften direkt an ein passives und empfängliches Publikum zu vermitteln.

Dieses Publikum hat keine anderen Informationsquellen, mit denen es die Botschaften der Medien vergleichen könnte, es hat also keine andere Wahl, als auf diese Botschaften zu reagieren.

Die Agenda-Setting-Theorie bezieht sich darauf, wie die Berichterstattung der Medien bestimmt, welche Themen in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit rücken.

Sie wurde 1972 von Maxwell McCombs und Donald Shaw eingeführt.

Laut Chapel Hill, N.C., besteht eine Korrelation zwischen den Themen, die die Bürger für wichtig hielten und den von den lokalen und nationalen Medien präsentierten Inhalten.

Die Forschung hat gezeigt, dass Infodemie psychische Störungen und Panik, Angst, Depression und Müdigkeit verursachen kann. (Rocha et al, 2021).

Bildquelle: https://www.eyes-on-europe.eu/online-education-in-times-of-covid-19-a-challenging-transition-for-european-countries